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Das Anschreiben

Kommunikation auf Augenhöhe statt üblicher Phrasendrescherei

Die richtige Zielperson gefunden zu haben, bedeutet nicht automatisch Erfolg, denn man muss auch den richtigen Ton finden. Nichts ist dazu weniger geeignet, als die bei der klassischen Bewerbung übliche Phrasendrescherei. Wer nicht auf Augenhöhe kommuniziert, verliert.

Das Anschreiben macht fast jedem Bewerber die meisten Probleme. Der Grund: Dem Anschreiben wird in vielen Bewerbungsbüchern eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Das ist Unsinn. Denn wenn die Voraussetzungen nicht stimmen, dann kann das Anschreiben noch so originell sein: Man wird trotzdem nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wenn aber die Voraussetzungen gut sind, wird man sich mit den Unterlagen ausführlich befassen, auch wenn das Anschreiben nüchtern, sachlich und knapp ist. Wer sich besonderer Gags bedient oder das Anschreiben betont originell gestaltet, riskiert als „Spinner" aussortiert zu werden, selbst wenn die formalen Voraussetzungen gut sind.

Im Anschreiben gilt es, eine klare Aussage zu machen, worin genau das eigene Angebot besteht. Sich als Generalist darzustellen, der eine breite Erfahrung mitbringt, und mit einer Mischung aus hands-on-Mentalität, strategisch analytischem Denken, effektiver Arbeitsweise für nachhaltige win-win-Situationen und Erfolge sorgt und nun eine entsprechende Herausforderung sucht: Diese Art von Geschwafel sollten Sie Ihren Mitbewerbern überlassen.

Ersparen Sie dem Leser Plattitüden

Ebenso langweilig und nichtssagend sind Belehrungen und Plattitüden etwa von der Sorte: „Moderne Unternehmen brauchen im Zeichen der Globalisierung dynamische Teamplayer...“ oder „Angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung wird es nötig sein …“ etc. Spätestens wenn man dann einige Sätze später liest, dass sich der Bewerber als derjenige anpreist, der genau diesen Herausforderungen gewachsen ist, wird das Anschreiben zur Lachnummer.

Auch derjenige, der glaubt, das Anschreiben wäre der Platz für schriftstellerische Entfaltung auf mehreren Seiten Prosatext, der irrt. Eine DIN A 4-Seite lang - in normaler Schriftgröße. Länger sollte ein Anschreiben nicht sein. Ausnahmen werden nur bei Bewerbern toleriert, deren Lebenslauf noch nicht besonders aussagefähig ist, also z. B. bei Berufseinsteigern und Ausbildungsplatz-Suchenden.

Im Stil eines persönlichen Briefes

Die Anschreiben, die wir für unsere Kunden erstellen, sind von der Form her bewusst im Stil eines persönlichen Briefes geschrieben und in einem „Zungenschlag“, der dem Empfänger der Bewerbungsunterlagen entspricht. Während Berufseinsteiger und Manager im Mittleren Management gerne mit Anglizismen und „Sprüchen“ um sich werfen, wird die Sprache – so zumindest unsere Erfahrung – mit zunehmender beruflicher „Flughöhe“ zunehmend schlichter, einfacher und zugleich aussagekräftiger.

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